Worauf wartest Du? Lebe endlich Dein Ziel!

Noch knapp zwei Monate bis Weihnachten. Ja, tatsächlich! Nachdem das Lebkuchen-Sortiment bereits sintflutartig die Supermarktregale überflutet und ich übers Radio letztens schon mit „Last Christmas“ belästigt wurde, fange ich langsam an, mir Gedanken über das vergangene Jahr zu machen. Du findest das ein bisschen früh? OK, mag sein, aber der Vorteil ist, dass jetzt noch genug Zeit ist für einen vernünftigen Endspurt (wird immer ein bisschen stressig, wenn man am 28.12. noch so viele Punkte auf der To-Do-Liste hat).

Ich will mich in diesem Artikel jedoch weder nur selbst beweihräuchern (Das mache ich dafür ausführlich in Ausgabe 6/2015 der Zeitschrift Praxis Kommunikation, ich sage Dir in meinem Newsletter Bescheid, sobald diese erhältlich ist.), noch will ich hier rumjammern, was dieses Jahr nicht so gut gelaufen ist (dafür gibt es ehrlich gesagt auch überhaupt keinen Grund). Vielmehr will ich mit Dir ganz allgemein meine Gedanken zum Thema Ziele und ihrer Verwirklichung teilen.

Was waren oder sind Deine Ziele für 2015? Wolltest Du an Deinen Präsentationsskills arbeiten? Einen Rhetorikkurs machen? Oder endlich mal einen Termin für ein Coaching vereinbaren, um dieses nervige Lampenfieber in den Griff zu bekommen, das Dich schon so lange quält und Dich davon abhält, Dich vor Menschen souverän und selbstbewusst zu zeigen? Was war oder ist Dein Ziel? Und ist es überhaupt ein richtiges Ziel?

Wenn Du jetzt denkst „Was soll die Frage ob es ein richtiges Ziel ist?“ dann will ich Dir kurz die Unterscheidung zwischen einem Ziel und einer Vision erklären. Im Coaching lege ich mit meinen Klienten, nachdem wir das Problem identifiziert haben, ein Ziel fest, auf das wir gemeinsam hinarbeiten. Meistens führt der Weg zu einem Ziel über eine Vision. Das ist eine Art Idee, was in Zukunft im Vergleich zum bestehenden Problem anders sein soll. Meistens ist eine Vision ziemlich unklar und nebulös, z. B. der Klassiker „Ich will abnehmen.“. Nachdem ich im letzten Jahr für mein Gefühl etwas zu viel auf der Waage hatte, hatte ich auch den Wunsch mein Gewicht wieder zu reduzieren. Wenn „Ich will abnehmen.“ allerdings mein Ziel gewesen wäre, hätte ich die nächsten zehn Jahre gar nichts dafür tun können und dann mal einen Abend auf mein Abendessen verzichten. Wenn ich am nächsten Tag 300 Gramm weniger auf die Waage gebracht hätte, hätte ich per Definition mein Ziel erreicht. Aber das ist ja nicht das, was ich wollte. Ich denke Dir ist klar geworden, worum es geht.

Ein Ziel hat Kriterien, die wir im Coaching SMART nennen. Es ist Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert. Spezifisch bedeutet in diesem Fall, dass Du genau festlegst, was Du erreichen möchtest. In meinem Fall war das zehn Kilo abnehmen in einem Jahr und zwar nur durch eine Ernährungsumstellung und ohne quälenden Ausdauersport, der einfach nicht zu mir passt. (Ich mag lieber ruhige Sportarten, die auf Konzentration und dem Wechselspiel von Anspannung und Entspannung basieren, so wie Yoga oder Bogenschießen.) Zehn Kilo sind ganz einfach messbar, ich brauchte mich dafür nur auf die Waage stellen, und als Bedingung kein Ausdauersport, sondern lediglich eine Ernährungsumstellung sind spezifische Eingrenzungen. Attraktiv war das Ziel für mich auch, denn ich wollte meinen Kleidungsstil etwas verändern, aber eben erst dann, wenn ich abgenommen hatte. Und auch realistisch war das Ziel, denn weniger als ein Kilo in einem Monat ist auf jeden Fall machbar, wenn man seine Ernährung optimiert. Die Terminierung war mit einem Jahr auch gegeben.

Tja, was soll ich Dir sagen, ich habe mein Ziel in gerade mal fünfeinhalb Monaten erreicht, zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits zehn Kilo abgenommen. Und ganz nebenbei hatte es auch noch deutliche Auswirkungen auf meine Gesundheit, ich fühle mich seither viel fitter, vitaler und meine Blutwerte, die ich regelmäßig von meinem Hausarzt kontrollieren lasse, sind jetzt ganz hervorragend. Ernährungsumstellung heißt übrigens nicht, dass ich auf alles verzichtet und mir nichts mehr gegönnt habe, eigentlich war nur eine andere Gewichtung der Inhaltsstoffe notwendig, also ein individuelles Ernährungsmodell, das zu meinem Körper und meinen Bedürfnissen passt. Dennoch es war keine Diät, sondern eine dauerhafte Umstellung und genau das sichert auch einen langfristigen Erfolg.

Wenn wir das jetzt auf Dein Ziel übertragen, dann gehen wir jetzt mal konkret auf folgende Fragen ein: Was ist es genau, was Du erreichen möchtest? Wie genau sieht das aus, wenn Du Dein Ziel erreicht hast, was ist dann anders als jetzt? Auf welchem Weg und mit welchen Methoden möchtest Du Dein Ziel erreichen und was möchtest Du dabei auf keinen Fall? Wie lässt sich das in Zahlen messen? (Das kann auch ein Gefühl auf einer Skala von eins bis zehn sein, wenn es jetzt z. B. noch bei drei liegt soll es hinterher mindestens bei sieben sein.) Warum ist es für Dich so wichtig, das Ziel zu erreichen, was genau reizt Dich daran? Wann genau möchtest Du Dein Ziel erreicht haben? Und, hast Du schon eine Idee?

[Tweet „Ein Ziel ist auch eine Entscheidung.“]

Für Dein Problem brauchst Du ein Ziel, das den SMART-Kriterien entspricht und dessen Umsetzung auf einer langfristigen Lösung basiert, damit Deine Veränderung auch nachhaltig ist. Überlege Dir also an Hand der Fragen zu den SMART-Kriterien, wie Dein Ziel aussehen soll und Du bist schon ein ganzes Stück weiter. Die Festlegung des Ziels ist das, was ich in der Regel mit meinen Klienten in der ersten Coaching-Sitzung mache. Wenn Du also mal bei mir ein Coaching machen möchtest, hast Du schon Geld gespart, wenn Du Dich hinsetzt, und selbst an den Kriterien Deines Ziels arbeitest. Und wenn Du an einer Stelle nicht weiterkommst und Du meine Hilfe möchtest, melde Dich einfach, dann helfe ich Dir gerne dabei. Die Verwirklichung Deines Ziels – das wäre doch auch mal ein schönes Weihnachtsgeschenk. Die schönsten Geschenke macht man sich ja eh meistens selbst.

Bildquelle: Pixabay

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