Mentaltraining für Künstler

Mentaltraining und mentales Coaching kennst Du wahrscheinlich aus dem Sport, man könnte es auch Muskeltraining für’s Gehirn nennen. Während die körperliche Fitness durch Ausdauer- und Kraftsport, Dehnübungen und Übung der Bewegungsabläufe weiterentwickelt wird, werden beim Mentaltraining psychische Stabilität, positives Denken, emotionale Flexibilität und Zielfokussiertheit gefördert. Mens sana in corpore sano, ein gesunder Geist in einem gesunden Körper, als Voraussetzung für eine optimale Performance.

Und beim Thema Performance sind wir auch schon wieder im künstlerischen Bereich, denn die Ansätze des Mentaltrainings sind auch für Dich als Künstler sinnvoll. Lass uns das mal durchdenken. Wenn Du einen Auftritt hast, weißt Du es eine gewisse Zeit im voraus. Diese Zeit brauchst Du zur Vorbereitung, in der Du Texte lernst, Dein Instrument spielst, Choreographien trainierst, mit Deinen Kollegen, die mit Dir gemeinsam auftreten, übst und die Abläufe verinnerlichst. Dabei helfen Dir Dein Vocalcoach, Dein Tanztrainer, Dein Regisseur oder Dein Instrumentallehrer. Das ist ziemlich ähnlich wie ein Sport-Event, nicht wahr? Und das ist ja erstmal nur das körperliche, das Muskeltraining sozusagen – vordergründig zumindest. Denn im Hintergrund arbeitet Dein Geist, der Deine Muskeln steuert. Und wen hast Du dafür, wer hilft Dir beim Training Deines Geistes?

David Beckham zum Beispiel hat auch stets mit einem Mental Coach gearbeitet. Dieser Coach hat seinen Geist trainiert und ihm Tricks gezeigt, wie er mit dem enormen Druck, der auf ihm lastete, umgehen kann. Einer davon war, dass sich Beckham während des Spiels vorstellen sollte, dass er als kleiner Junge mit seinen Freunden auf dem Bolzplatz steht, und einfach nur spielt, weil er Spaß daran hat. Keine Verträge, keine Zuschauer, keine Verpflichtungen. Einfach nur Spaß.

Na, hast Du eine Idee, welche Situation das für Dich sein könnte? Wunderbar, wenn Du Lust hast, schreib sie mir, wenn es passt, baue ich das in einen meiner Podcasts ein (natürlich anonym, Deinen Namen nenne ich nur, wenn Du das möchtest). Keine Idee? Dann lass mich Dir ein wenig auf die Sprünge helfen. Du hast Dich vermutlich nicht für die Karriere als Künstler entschieden, weil das so ein einfaches, sicheres Leben garantiert. Du hast Dich vermutlich dafür entschieden, weil Du irgendetwas kannst, das anderen Freude bereitet und das möchtest Du ihnen gerne zeigen. Oder Du möchtest Deiner inneren Gefühlswelt und Deiner Kreativität ausdruck verleihen. Oder einfach aus einem inneren Drang heraus, weil Du wusstest „Das will ich!“. Was auch immer der Grund war, er ist der Richtige!

An diesem Punkt, an dem Du diese Entscheidung gefällt und Dich voller Energie und Vorfreude aus diesen Weg begeben hast, hast Du wahrscheinlich nicht an den Druck und den Stress gedacht, der Dir heute Probleme bereitet. Du hast nicht an die unangenehmen Dinge gedacht, sondern an diese wunderbare, tiefe Zufriedenheit, die das Künstlerdasein in Dir auslöst. Wenn Du es schaffst, dieses Gefühl in Deine Auftrittssituationen zu übertragen, und zwar genau dann, wenn üblicherweise die Anzeichen Deines Stresses anfangen, dann wirst Du schon ein ganzes Stück besser damit umgehen können. Du kannst es ja einfach mal ausprobieren, in der Stresssituation an das schöne Gefühl zu denken. Wenn das noch nicht so gut klappt und Du Hilfe brauchst, dann melde Dich einfach bei mir.

Einstweilen viel Spaß und Erfolg beim Üben und für Deine nächsten Auftritte!

Bildquelle: Pixabay

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